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1848 gründeten einige Handwerker in der Alten Hansestadt Lemgo die „Handwerker-Liedertafel Teutonia“.
Der MGV Teutonia ist somit der älteste Gesangverein der Stadt und auch einer der ältesten im Lipperland.
Der Verein hatte regen Zulauf und 1870 wurden bereits 108 Mitglieder gezählt.
Die Teutonen gehörten zu den 13 Gesangvereinen, die 1875 anlässlich der Einweihung des Hermannsdenkmals den Lippischen Sängerbund gründeten. 1898 konnten die Teutonen auf dem Röding´schen Saal und im angrenzenden Biergarten („Zur Krone“) ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Die Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges brachten das Vereinsleben praktisch zum Erliegen. Jedoch gelang mit Chorleiter Friedrich Wendiggensen, der den Chor dann 42 Jahre leitete, und 18 Sängern nach dem Krieg ein Neuanfang. Friedrich Sprick aus Wüsten übernahm im Jahre 1929 die Teutonen, die 1932 zum 84. Stiftungsfest mit 84 Sängern auf der Bühne standen. Auch die schwere Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde überstanden. Der Vorsitzende Konrad Barkemeier, ein Malermeister, konnte von der Britischen Militärregierung die Genehmigung für einen Neuanfang erlangen. Als Vereinslokale dienten die Gastwirtschaft Reichelt an der Stiftstraße, der „Lippische Norden“, das Schützenhaus, der Gemeinschaftsraum des Kondor- Holzwerkes, Café Schmidt und schließlich das Gasthaus „Zur Krone“. Nach dem Verkauf der „Krone“ verlegten die Teutonen ihren Übungsabend in Ermangelung eines geeigneten Lokals in die Wallschule. Hier wird bis heute dienstags geprobt. Am 17. April 1948 feierten die Teutonen mit allen Lemgoer- und Gastchören ganz groß im Schützenhaus das 100-jährige Bestehen. Unter der Stabführung des Chorleiters Sprick erzielte der Teutonenchor in den folgenden Jahren beachtliche Erfolge. 1955 wurde eine neue Fahne geweiht, die heute noch im Besitz des Vereins ist. 1957 erhielt die Teutonia aus Händen des damaligen Bundespräsidenten Prof. Theodor Heuss die Zelterplakette nachträglich zum 100-jährigen Bestehen. Nachdem der Chorleiter Sprick im Jahre 1966 ausschied, trat ein mehrfacher Chorleiterwechsel ein. Zunächst übernahm der junge Lehrer Heinrich Wortberg den Chor. Ihm folgte der Realschullehrer Jürgen Riewe, der wiederum von Wilhelm Diekmann abgelöst wurde. 1972 übernahm Harald Wehrmann, ein junger Musikstudent aus Lemgo, die musikalische Leitung. Er stand dem Chor zwölf Jahre vor. Mit ihm konnten die Teutonen ihr 125-Jähriges feiern. Mit Aufnahme der Schallplatte „…und ein Lied erklingt“ krönte er seine erfolgreiche Arbeit. Nach seinem Weggang waren es wieder Musikstudenten, Andreas Fliege und unser „Martin“, die den Chor musikalisch weiterführten. Der Höhepunkt in diesen Jahren waren die Veranstaltungen zum 150-jährigen Bestehen der Teutonia. Mit zwei festlichen Konzerten, unter Mitwirkung des Jodlerclubs „Rothorn“, Alphornbläsern, Fahnenschwingern aus Brienz in der Schweiz, dem Blasorchester „Musikfreunde Schwelentrup“, den „Westfälischen Nachtigallen“ und dem Mandolinenorchester „Weserwelle“ aus Bad Oeynhausen, wurde dieses seltene Jubiläum begangen. Die Musikstudentin Stefanie Manhenke übernahm zum 1. Januar 2003 die Chorleitung. Mit neuen Ideen und neuer Chorliteratur wurde fleißig geprobt, um das Repertoire für die nächsten Konzerte zu erarbeiten. In diese Zeit fiel auch die Feier zum 160-jährigen Bestehen des Chores im Jahre 2008. Neben einem offenen Singen in der Fußgängerzone und einem Bürgermeister-Empfang im Rathaus gab es auch eine Feier mit befreundeten Chören an der Wallschule. Nach diesen erfolgreichen Jahren musste Stefanie Manhenke Ende Januar 2009 aus beruflichen Gründen den Verein verlassen. Dann folgte eine Zeit häufiger Chorleiterwechsel. Von Februar bis Dezember 2009 leitete der junge Musikstudent Nils Gassmann aus Detmold den Chor. Dann folgte vorübergehend bis Mai 2010 der Musikstudent Dominik Weidner aus Lemgo, der wiederum abgelöst wurde von Michael Block aus Sylbach, gleichzeitiger Chorleiter des Männer- und Frauenchores Wahmbeckerheide und des MGV Eintracht Voßheide. Nach dessen Abgang übernahm ab Januar 2011 Axel Wolloscheck, auch ein Musikstudent aus Detmold, die musikalische Leitung. Leider musste er aus beruflichen Gründen den Verein bereits im Oktober wieder verlassen. Der Teutonenchor hat diese häufigen Wechsel gut überstanden und ist froh, dass er den Musiklehrer Eckhard Althoff aus Lemgo gewinnen konnte, der seit Oktober 2011 nun den Chor leitet. |
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